Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen.
Benjamin Franklin
17.01.1706–17.04.1790
US-Staatsmann, Ökonom und Naturforscher

Klassifizierung, BMEcat und PCxM

Vor allem in der B2B-Kommunikation werden statt der Papierkataloge die „elektronischen Kataloge“ immer wichtiger. Bei diesen Katalogen handelt es sich um Datendateien, die detaillierte Produktinformationen enthalten.
Um auf der „Empfängerseite“ die Daten unterschiedlicher Lieferanten effizient verarbeiten zu können ist es erforderlich, dass die Datenstrukturen vereinheitlicht, also standardisiert sind. Im Zusammenhang mit solchen Standards geht es immer um die Schlagworte „Klassifizierung“, „BMEcat“ und inzwischen auch „PCxM“. Hinter diesen Schlagworten stecken folgende Inhalte:

Klassifizierung
Die Aufgabe einer Klassifizierung (eigentlich Klassifikation) ist es, ein einheitliches Raster vorzugeben um Produktdaten zu strukturieren, zu organisieren und Übersichtlichkeit zu schaffen. Die aktuell wichtigsten Klassifikationen für die Datenkommunikation sind eCl@ss/eclass, ETIM, UNSPSC und GPC. Hinter diesen Klassifikationen stehen verschiedene Verbände, Vereine und Initiativen mit unterschiedlichen Ursprüngen und Interessen. Das gemeinsame Ziel ist die Optimierung der technischen Verarbeitung der Produktinformationen unterschiedlicher Lieferanten durch die Standardisierung der Datenstrukturen und der Inhalte.

Wichtig für Sie ist es, herauszufinden, welche Klassifizierungen zu Ihnen passen und welche Vorteile Sie durch die Nutzung einer Klassifizierung erzielen können.

BMEcat
Das Datenformat des BME (Bundesverband Material-Einkauf).
Der moderne Datenaustausch erfolgt im XML-Format BMEcat. In diesem Format können komplexe Inhalte transportiert werden, die in anderen Formaten nur schwerlich untergebracht werden können.
Neben dem allgemeinen Standard bietet das Format die Möglichkeit, eigene Definitionen für unterschiedliche Anwendungen zu integrieren. Alle in Deutschland (und zunehmend in Europa) wichtigen Klassifizierungsinitiativen haben sich auf BMEcat als Datenformat verständigt.
Spezifische zielgruppenbezogene Anforderungen werden dabei in „Leitfäden für die Datenkommunikation“ konkretisiert.

Wichtig für Sie ist es, herauszufinden, welche BMEcat Version für Ihre Datenkommunikation geeignet ist, damit Sie Ihren Markt erreichen.


Klassifizierung und PCxM
Inzwischen gehen die Anforderungen an den Austausch klassifizierter Daten soweit, das sich der Begriff „PCxM“ (Produktdaten Klassifizierung und Austausch Management) entwickelt. Mit „PCxM“ werden die Herausforderungen zusammengefasst, die es zu meistern gilt, wenn man seine Daten in verschiedensten Klassifizierungsstrukturen für den Markt bereitstellen muss. Besonders in Handelshäusern ist das häufig ein großes Problem. Je nach Kundenstruktur wird aus vertrieblicher Sicht die Ausgabe von bis zu 10 unterschiedlichen eCl@ss-Versionen, zusätzlich UNSPSC-Varianten und gegebenenfalls noch kundenindividuelle Strukturen in unterschiedlichsten BMEcat-Derivaten und XLS(X)-Varianten benötigt, während sich zur Datenbeschaffung aus Handelssicht „ETIM“ immer stärker etabliert. Aber auch Hersteller werden (je nach Marktbedürfnissen) immer häufiger mit Anfragen an Daten in unterschiedlichsten Varianten konfrontiert. Glücklicherweise arbeiten die Verbände und Vereine, die die Datenmodelle entwickeln und vorantreiben, inzwischen recht gut zusammen, sodass sich einige Synergien ergeben und zum Teil auf bereitgestellte Mappingstrukturen zwischen den unterschiedlichen Systemen zurückgegriffen werden kann. Dennoch erfordert die Definition der Anforderungen und deren Umsetzung erhebliche Fachkompetenz auf allen Seiten. Zu Recht kann man die sich daraus ergebenden Anforderungen als PCxM zusammenfassen.

Wichtig für Sie ist es, herauszufinden, wie Sie die unterschiedlichen Anforderungen erkennen, bewerten und in der Weise umsetzten, dass sich daraus ein wirtschaftlicher Vorteil für Sie entwickeln kann.

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